< zurück

 

 

B+W Filter 092 Infrarot 695 MRC-IR
und 093 Infrarot 830 MRC-IR
 

 

Unsichtbares sichtbar machen

Bei einer Wellenlänge von etwa 780 nm endet der Spektralbereich, den das menschliche Auge sieht. An diesem Punkt beginnt Infrarotstrahlung. Sichtbar macht sie uns spezielles, infrarotempfindliches Filmmaterial für Farbe oder  Schwarzweiß (Analog-Fotografie) oder ausreichende IR-Restempfindlichkeit (Digitalkameras).

Weil Infrarotfilme und Sensoren aber auch sehr empfindlich für sichtbares Licht sind, muß dieses durch Filter unterdrückt oder zumindest stark geschwächt werden, damit das von der IR-Strahlung erzeugte (schwache) Bild ausreichend zur Geltung kommt.

nach oben

IR experimentell

Die Bildergebnisse von IR-Aufnahmen sind meist schwer vorhersehbar. An die Belichtungswerte muß man sich herantasten. Gewöhnlich liegen sie im Bereich einiger Sekunden. Ein weites Feld für (angenehme) Überraschungen und spannende Experimente.

Auf jeden Fall ist die unwirkliche Stimmung von IR-Bildern sehr beeindruckend! Da ist zum Beispiel der überirdische "Mondscheineffekt" in Schwarzweißfotos von Landschaften. Hervorgerufen wird er durch die fast weiße Wiedergabe des Chlorophyll-Grüns.

Märchenhaft auch die Wirkung vertauschter Farben in IR-Farbaufnahmen. Grün erscheint orangefarben bis purpurrot. Denn Pflanzen reflektieren IR-Strahlung stark. Zugleich unterdrückt das IR-Filter die vorhandenen Blau- und Grünanteile.

nach oben

Lückennutzer

Nicht sprichwörtliche Lückenbüßer, sondern Lückennutzer sind die beiden B+W Filter 093 Infrarot 830 MRC-IR und 092 Infrarot 695 MRC-IR. Denn genau die Lücke, welche das B+W Digital-UV/IR-Sperrfilter 486 MRC (UV/IR Cut) schließt, machen sie sich zunutze. Durch Sperrung des sichtbaren Lichts (Aufgabe der IR-Filter 092 und 093) gelingen sehr infrarottypische Bilder.

Gewöhnlich verfügen Digitalkameras über IR-Sperrfilter vor ihrem Bildsensor. Um IR-Aufnahmen möglich zu machen, sind also Kamera-Modifizierungen nötig. Im Web (Foren für Digitalfotografie, etc.) finden sich Hinweise für die verschiedenen Marken und Modelle.

Voraussetzung ist also, daß die jeweilige Digitalkamera eine ausreichende IR-Restemfindlichkeit hat. Mit einer IR-Fernbedienung läßt sich das feststellen. Eine leicht nachzuvollziehende Anleitung und weitere, sehr brauchbare Informationen über die IR-Fotografie finden Sie auf der mit Kenntnis und Sorgfalt gemachten, privaten Internetseite sommerfeld-net.de.

Der IR-Fokuspunkt liegt etwas weiter entfernt als der Fokuspunkt für sichtbares Licht. Der Weißabgleich erfolgt mit aufgeschraubtem Filter - besser manuell als automatisch.

Später werden die IR-Fotos im Bildprogramm so optimiert:

  • Kontrasterhöhung, automatisch oder im Histogramm
  • Wandlung von Farb- in SW-Bild
  • Spiel mit einzelnen Farbkanälen, der Rotkanal bleibt dabei auf Maximum

Die von anderen B+W Filtern bekannte MRC-Vergütung ist für Infrarotfotografie ungeeignet. Eine speziell für die IR-Filter 092 und 093 entwickelte MRC-Vergütung ist entsprechend modifiziert und hat daher die Bezeichnung MRC-IR.

nach oben

B+W Filter 092 Infrarot 695 MRC-IR (Dunkelrot)

Fürs Auge fast schwarz, entpuppt sich das Filter vor einer Lichtquelle aber als dunkelpurpurrot. Bis 650 nm sperrt es sichtbares Licht. Erst knapp unterhalb von 700 nm (daher in der Typenbezeichnung die Zahl 695, die für die nm steht) läßt es 50% des Lichts durch - daher die dunkelrote Farbe.

Mit über 90% sehr hoch ist die Transmission dagegen im Bereich von 730 nm bis 2.000 nm. Der durchgelassene Rotanteil trägt noch nennenswert zur Belichtung bei. Beste Voraussetzungen für Aufnahmen reiner Rot- und Infrarotbilder. Filterfaktor ca. 20 bis 40.

Das Filter ist so dunkel, daß Wahl des Bildausschnitts und infrarotspezifische Fokussierung nur vor dem Aufschrauben des Filters möglich sind.

nach oben

B+W Filter 093 Infrarot 830 MRC-IR (Schwarz)

Dieses Filter sperrt sichtbares Licht sogar bis 800 nm fast vollständig aus. Es ist tiefrot, nahezu schwarz. Im Gegensatz zum IR-Filter 092 erlaubt es Aufnahmen im reinen Infrarot, also ohne sichtbares Rot. Die Transmission überschreitet erst bei gut 800 nm (daher in der Typenbezeichnung die Zahl 830, die für die nm steht) gerademal 1%, erreicht bei 900 nm aber schon 88% und bleibt auch weit über 1.000 nm so hoch.

Filterfaktor? Auf jeden Fall hoch! Nicht zuletzt ist er stark abhängig vom jeweiligen Infrarotanteil des Lichts. Bei tiefstehender Sonne etwa ist er weitaus höher als bei jeder anderen Tageslichtsituation. Deshalb sind Testaufnahmen zweckmäßig und angesagt.

Mit diesem Filter erzielen Sie den fantastischen "Wood-Effekt" (weißes Laub) und IR-typisch dunklen Himmel. Am stärksten fällt er bei tiefstehender Sonne und Auflicht aus.

Es ist übrigens auch ein Filter für Industrie, Materialforschung und Kriminalistik. Dort ist die Beschränkung auf den reinen IR-Bereich oft sehr wichtig.

Für das IR-Filter 093 gilt noch mehr als bei 092: Legen Sie Bildausschnitt und infrarotspezifische Fokussierung vor dem Aufschrauben des Filters fest.

Klicken Sie auf das Schwarzweiß-Bild links, um eine Vergrößerung zu erhalten.

 

 nach oben 

So reinigen Sie Filter optimal

  • Keine Papiertaschentücher benutzen! Wegen elektrostatischer Aufladungen bleiben ihre Fasern haften.
  • Trockene, lose Schmutzpartikel nie abreiben, sondern erst mit Druckluft, Blasebalg (möglichst berührungslos) oder einem weichen Objektiv-Pinsel entfernen.
  • Die partikelfreie Filterfläche anhauchen und mit dem weichen B+W PHOTO CLEAR Mikrofaser-Reinigungstuch reinigen.
  • Gegen hartnäckige Flecken hilft B+W LENS CLEANER - antistatischer Spezial-Optikreiniger in der Sprühflasche.
  • Alle nötigen Reinigungsmittel - einzeln oder in günstigen Sets - können Sie hier aussuchen und bestellen.

nach oben

 

< zurück zur vorherigen Seite

Ihr Warenkorb
Keine Artikel im Warenkorb.
Login für Kunden

Q-TOp Schnellkupplung
Gewünschte Artikel nicht gefunden oder haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gern!

04362-502130
(Mo-Fr 10 - 17 Uhr oder T-NetBox)
oder eMail an info@fotologisch.com
 Ihre Zahlungsoptionen