
B+W Polfilter nach Käsemann
Macht Bilder "porentief rein"
Bilder mit strahlend weißen, plastisch, ja mitunter sogar dramatisch wirkenden Wolken vor tiefblauem Himmel oder mit sattbunten Herbstfarben sind kein Zufall. Vielmehr ein Fall für das Polarisationsfilter.
Kurz Polfilter genannt, ist es praktisch ein "Schmutzlöser". Weil dunstreduzierend, verbessert es Fernsichten, steigert die Reinheit der Eigenfarben und erhöht die Farbsättigung. So wirken Farben einfach sauberer.
Für erfahrene Fotografen ist das Polfilter so ziemlich das wichtigste Fotofilter. Ganz gleich, ob analog oder digital aufgenommen wird. Allein der Kameratyp entscheidet darüber, ob es linear oder zirkular wirken muß.
Multitalent - durch keine Bildbearbeitung zu ersetzen
Wem oben beschriebene Eigenschaften noch nicht genügen, den sollte der "Zweitnutzen" von Polfiltern überzeugen. Für manche Fotografen ist es auch der Hauptzweck. Nämlich die Fähigkeit, Reflexe auf nichtmetallischen Oberflächen, wie zum Beispiel Wasser, (Schaufenster-) Glas, Lack, usw., zu mindern. Gegenstände dahinter, etwa auch Schrift hinter spiegelndem Lack, werden im Bild wieder erkennbar.
Eine faszinierende Bildverbesserung - durch keine Bildbearbeitung zu erreichen! Und mit einem Trick (nämlich Pol-Folien [immer seltener zu bekommen] vor Aufnahmelicht und Objektiv) gelingt das sogar auf Metall.
Vollends zum Multitalent avanciert das Polfilter dadurch, daß es auch auf Schwarzweißfilm Spiegelungen abschwächt. Farbsättigung findet hier natürlich nicht statt. Aber dafür wird der Bildkontrast erheblich gesteigert.

Polfilter sind in der Fassung drehbar, um den sogenannten Löschungsgrad einstellen zu können. Blicken Sie beim Drehen durch den Sucher oder aufs Display! So können Sie den Effekt direkt kontrollieren und regulieren.
Maximale Wirkung erreichen Sie bei einem Aufnahmewinkel von 90° zur Sonne. Wer gleichmäßige Wirkung von Bildrand zu Bildrand wünscht, sollte Brennweite 28 mm im Kleinbildformat nicht unterschreiten. Der Verlängerungsfaktor von Polfiltern beträgt zwei bis drei Blenden.
Chapeau, Herr Käsemann!
Woher der Name "Käsemann" für Polfilter allerhöchster Güte? Erwin Käsemann ist Erfinder der Methode, die Ränder der beiden Gläser eines Polfilters so abzudichten (zu versiegeln), daß weder Staub noch Feuchtigkeit zwischen die Gläser geraten können.
Zweifellos ist es ein anspruchsvoller, kostenintensiver Arbeitsprozeß, Polfilter dermaßen gut abzudichten und dennoch ihre Drehbarkeit in der Filterfassung nicht zu beeinträchtigen.
Dies gelang Erwin Käsemann bereits in den 30er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Mal etwas "Uraltes", das heute noch höchster Stand der Technik ist. Chapeau, Herr Käsemann!
Aber wer braucht schon so ein dichtes Polfilter? Jeder, der ernsthaft und intensiv fotografiert! Man muß nicht ständig im Wüstensturm oder im feuchtheißen Dschungel fotografieren, um den Einsatz eines Polfilters nach Käsemann zu rechtfertigen. Es sei hier etwa nur an urlaubstypischen Strand samt Wellengischt erinnert.
Früher oder später erwischt es andere Polfilter - letztlich auch solche aus gutem Hause. Sie zeigen Staubeinschlüsse oder gar Feuchtigkeit in Form von Ringen in Regenbogenfarben, sogenannten Newtonringe. Letztere sind das Aus für die betreffenden Polfilter, denn Reinigung ist nicht möglich.
Linear oder zirkular?
B+W-Polfilter gibt es in diversen Ausführungen. Wichtig ist aber vor allem die Unterscheidung in Linear- oder Zirkulartyp. Hierzu geistert unausrottbar die Mär durchs Land, daß Zirkular-Polfilter von besserer Qualität seien als Linear-Polfilter. Sogar manche "Fach"-Verkäufer behaupten dies. Dabei sollten gerade die es besser wissen.
Denn rein meßtechnisch ist der Wirkungsgrad bei den Linearen sogar minimal effektiver als bei Zirkularen. Gerade Linear-Polfilter bringen etwas mehr Details in den Schattenbereichen.
Viel wesentlicher für die (heute praktisch alleinige) Entscheidung für den zirkularen Typ ist folgender Umstand: Moderne Autofokus- und Digital-Kameras haben auf dem Weg des Lichts zur Meßzelle einen Strahlenteiler, der selbst so ähnlich wie ein Polfilter wirkt. Trifft auf ihn Licht, das zuvor schon durch ein Polfilter linear polarisiert, also in eine bestimmte Richtung gezwungen und reduziert wurde, sperrt es der Strahlenteiler noch weiter. Ergebnis wäre eine Überbelichtung.
Letzteres gilt im allgemeinen. Denn wie die Erfahrung mancher Nutzer zeigt, harmoniert das eine oder andere Digitalkamera-Modell durchaus optimal mit Linear-Polfitern. Welche Kameras dies sind, wissen allein die Hersteller, die aber mit diesen Informationen nicht herausrücken - warum eigentlich? So bleiben den Fotofreunden allein Versuche und hilfreiche Hinweise in Forenbeiträgen, um herauszufinden, ob ihr jeweiliges Modell sich den etwas besseren Linear-Polfiltern gegenüber tolerant verhält.
Die Lösung für das im vorletzten Absatz beschriebene Problems sind Zirkular-Polfilter. Dieser Typ bewirkt, daß Lichtwellen sich in einer Schraubenlinie fortbewegen. Autofokus- und vor allem Digital-Kameras brauchen ihn im allgemeinen, um korrekt belichtete Bilder zu erzeugen.
Dagegen können Sie auf jeden Fall für Analog-Spiegelreflex- und Sucherkameras, bei denen kein Strahlenteiler im Lichtweg sitzt (im Zweifel Kamera-Anleitung nachlesen), unbesorgt Linear-Polfilter verwenden.
Fazit: Ob Sie ein Zirkular- oder aber ein Linear-Polfilter benötigen, kommt auf den Kameratyp - und bei einigen wenigen Digitalkameras auf das Modell - an.
Fragen Sie uns, falls Sie Linear-Polfilter nach Käsemann benötigen. Solange Schneider Kreuznach sie herstellt, können wir auf Anfrage liefern. Preis und ungefähre Lieferzeit teilen wir gern mit.
Viel brillanter dank Verkittung 
Es gibt Polfilter, bei denen die Polarisationsfolie lose zwischen beiden Glasscheiben liegt. Nicht so bei B+W. Dort wird die Pol-Folie zur Verbesserung der optischen Güte mit beiden Glasscheiben verkittet. Das egalisiert selbst winzige Unebenheiten. Denn Folien lassen sich nie so glatt und eben wie poliertes Glas herstellen. Eine perfekte Verkittung gleicht das aus.
Außerdem reduziert sie die Anzahl reflex- und streulichtanfälliger Grenzflächen zwischen Glas, Polfolie und Luft von sonst sechs auf nur noch zwei. Daher zeichnen sich B+W-Polfilter durch höhere Transmission und Brillanz, exzellente Detailzeichnung bis in die Schattenpartien sowie vollen Erhalt der Objektiv-Abbildungsqualität aus.
Das Besondere der B+W Polfilter nach Käsemann
Für diese High-End Polfilter werden nur Polarisations-Folien höchster Farbneutralität verwendet. Nach der Verkittung zwischen extrem hochwertigen Deckgläsern erfolgt ein (gegenüber "normalen" Polfiltern) zusätzlicher Schleif- und Poliervorgang. Das stellt überragende Schärfe sicher, selbst bei Verwendung an sehr lichtstarken, apochromatischen Objektiven.
Und die spezielle Verkittungstechnik "nach Käsemann" sorgt für Langzeitstabilität, sogar in feuchten Klimazonen. Lieferbar als Linear- oder Zirkular-Version, letztere bis Durchmesser 95 mm mit MRC-Vergütung.
So reinigen Sie Filter optimal
- Keine Papiertaschentücher benutzen! Wegen elektrostatischer Aufladungen bleiben ihre Fasern haften.
- Trockene, lose Schmutzpartikel nie abreiben, sondern erst mit Druckluft, Blasebalg (möglichst berührungslos) oder einem weichen Objektiv-Pinsel entfernen.
- Die partikelfreie Filterfläche anhauchen und mit dem weichen B+W PHOTO CLEAR Mikrofaser-Reinigungstuch reinigen.
- Gegen hartnäckige Flecken hilft B+W LENS CLEANER - antistatischer Spezial-Optikreiniger in der Sprühflasche.
- Alle nötigen Reinigungsmittel - einzeln oder in günstigen Sets - können Sie hier aussuchen und bestellen.




