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Billingham Fototaschen. Größen und Proportionen

Sogar kleine Billingham Exemplare haben erstaunlich viel Stauraum. Ungefähre Maße und Volumina finden sich in der jeweiligen Artikelbeschreibung, sind aber nicht als exakt zu verstehen. Nachgiebiges Material, diverse Fächer und Vortaschen lassen gar keine präzisen Maßangaben zu. So mancher Fotograf teilt uns seine Ausrüstung mit, damit wir die genau dafür passende Billingham bestimmen. Doch das individuelle Einrichten von Billingham Fototaschen ist uns nicht möglich. Den Grund dafür erfahren Sie unten. Lesen Sie ferner, warum selbst der ansonsten akribische Manufaktur-Chef Harry Billingham in punkto Stauraum ausnahmsweise unexakt sein will. Lieber zuerst was Erbauliches? In eine Hadley Pro paßt sogar ein ganzes Journalistenbüro!


Eine Billingham Fototasche jetzt kaufen?
Als autorisierter Fachhandel haben wir eine große Auswahl an Billingham Fototaschen

 

Wissenwertes. Nicht nur über Größen und Proportionen der Billingham Taschen

 

Informativer Lesestoff für Sie: Hier ist die Übersicht sämtlicher Themenseiten, die wir in unserem Online Store für Sie bereithalten.

 

Tascheneinrichtung. Schiffbruch

Relativ häufig listen uns Kaufinteressenten ihre gesamte Ausrüstung auf. Sie möchten, daß wir damit die exakt passende Billingham Fototasche bestimmen und für sie einrichten. Das genau tun wir aber nicht mehr. Als wir es früher noch machten, erlitten wir damit meist Schiffbruch. Warum? Dafür haben wir diese Standardantwort:

Man nehme eine bestimmte Fotoausrüstung und wähle dazu eine Billingham Fototasche. Dann lasse man drei Fotografen diese Ausrüstung in die Billingham packen. Man erhält fünf Ergebnisse. Mindestens.

Das mag jetzt überspitzt wirken, ist es aber kaum. Kein Wunder, hat doch jeder Fotograf eine eigene Packmethode und Vorstellung davon, wie seine Fototasche eingerichtet zu sein hat.


Fernstudium. Erfolgsquote 98%

Aus oben genanntem Grund können wir für die Billingham Taschen keine Packanweisungen erstellen. Deshalb legen wir potentiellen Billingham-Käufern sehr ans Herz, sich vor dem Kauf intensiv mit den Billingham Fototaschen zu befassen.

Studieren Sie regelrecht die umfänglichen Informationen. Es gibt nicht nur die Artikelbeschreibungen, sondern auch spezielle Themenseiten.
Keine anderer deutschsprachiger Internet-Auftritt bietet Ihnen mehr Wissenswertes zu Billingham Fototaschen.

Schließlich kauft man eine Billingham, um sich lange Zeit an ihr zu erfreuen. Da ist es nur nützlich, sich vor der Kaufentscheidung ausgiebig mit der angepeilten Billingham oder auch mit mehreren Taschenmodellen zu befassen.

Das "Fernstudium" ist durchaus erfolgreich. Mindestens 98 Prozent aller Käufer behalten ihre einmal ausgesuchte Tasche.


Fernkauf. Erfolgsmodell

Fernkauf sei schwierig, weil man die Tasche nicht zur Probe bepacken könne? Diese Sorge ist unberechtigt. Vielmehr klappt der Fernkauf von Billingham Fototaschen sehr gut.  Denn kaum zwei Prozent der Besteller geben Billingham Taschen zurück. Etliche tauschen auch nur das Taschenmodell um, bleiben also bei ihrer Entscheidung für Billingham.


Exakt. Eher ungefähr

Da Sie nun einmal bereits auf dieser Seite lesen: Zum Thema "Größen und Proportionen" wäre es exakt der richtige Einstieg, jetzt gleich noch weiterzulesen.

Danach werden Sie eher verstehen, warum Billingham die Taschenmaße nur ungefähr angibt.

Harry Billingham. Über alle Maße

Der Chef des Familienunternehmens kommt hier selbst zu Wort. Zur Unmöglichkeit, Taschenmaße exakt anzugeben, schrieb er uns (frei übersetzt):

"Taschen aus nachgiebigem Material genau zu vermessen, ist ziemlich schwierig. Wir nehmen dazu Taschen vom Lager, so wie sie aus der ganz normalen Tagesproduktion kommen. Zwei Mitarbeiter vermessen sie unabhängig voneinander und gleichen dann ihre Ergebnisse ab. Gibt es deutlichere Abweichungen, wird nochmals gemessen.

Die beiden Mitarbeiter müssen auch entscheiden, wie sie messen. Benutzen sie ein Maßband - oder was? Wo legen sie jeweils die Nullpunkte an: An den Sauminnenseiten, in der Mitte der Innenpolsterungen oder an den Außenseiten? Ziehen sie den Stoff dabei straff? Wie straff? Zieht man ihn sehr straff, verlängert sich etwa eine Billingham 445 innen um 15 mm. Wäre das eine praxisgerechte Messung? Wir bei Billingham meinen, nein. Deshalb ziehen wir den Polsterstoff beim Messen nicht sehr straff.

(Zwischenbemerkung von fotologisch: Würden wir es genau nachvollziehen können, wenn Billingham uns sagte, wo sich die Meßpunkte bei den verschiedenen Taschen befinden? Wohl eher nicht!)

Was glauben Sie, haben die Vortaschen und Nebenfächer jeweils eine meßbare Tiefe? Wir meinen, hier läßt sich kein Maß angeben. Doch befüllt man sie, bekommen die Nebenfächer plötzlich Volumen. Wäre es gut, diese Tiefe anzugeben, etwa in der Mitte des jeweiligen Zusatzfaches? Wir tun es nicht. Es ist zweckdienlicher, sie als "flach" zu betrachten, also keine Tiefen anzugeben. Erst Befüllung gibt ihnen Volumen.

Mit getrockneten Kichererbsen ermitteln wir das Volumen der Hauptfächer. Wir befüllen sie, bis die optimale Taschenausnutzung erreicht ist, dann messen wir das Erbsenvolumen. Zwar könnte man oft ein paar Liter mehr einfüllen. Doch wenn die Ränder des Hauptfachs berstend offenstehen, wären die Front- und Nebenfächer nicht mehr zu benutzen. Ergo versuchen wir, nicht maximale, sondern praxisgerechte Angaben zu machen.

Mit Gewichtsangaben ist es noch sonderbarer, denn die Gewichte unserer Taschen variieren. Schwarzer Canvas ist geringfügig schwerer als Canvas in Khaki. FibreNyte ist ein wenig leichter als Canvas. Leder ist oft unterschiedlich dicht, was zu 20 bis 50 Gramm Gewichtsabweichung pro Tasche führen kann, bei großen Taschen noch mehr.

Vor Jahren gaben wir noch exakte Maße an, aber immer häufiger verwirrte dies unsere Kunden nur. So entschieden wir eines Tages, so vorzugehen wie oben beschrieben. Damit geben wir unseren Kunden Hinweise zu Maßen und Fassungsvermögen, die leichter verständlich sind."

 

 

 

Schier unglaublich. Aber hilfreich & tröstlich

Thomas Maschke († 21.11.2015), zahlreichen Fotografen bekannt als Fotobuchautor und Fotojournalist, war vor allem auch Gründer von photoscala.de. Bis April 2015 informierte und kommentierte er in diesem vielbesuchten Online-Magazin rund um das gesamte Spektrum der Fotografie im weitesten Sinne. Manchmal tat er das mit Ironie und Sarkasmus. Im Mai 2014 beschrieb er uns, was er in seine seit Jahren genutzte, heißgeliebte Billingham Hadley Pro packte. Aber das ganz ohne Ironie — man mag es kaum glauben, angesichts der schier überbordenden Fülle:

"Nebenbei: seit ein paar Jahren bin ich mit einer Hadley Pro als "Journalistentasche" unterwegs - da geht rein: MacBook Pro 13", Welt-Ladegerät, Smartphone, diverse Kabel, Geldbörse, Pflaster, Regenhaube, Pfeifentasche, Kamera samt Objektiv (auch ne SLR), Kleinzeugs ... — und wenn das mal nicht reicht, kann ich eine oder zwei Seitentaschen anklipsen und dann noch Thermo-Kaffee-Becher (groß) und ein, zwei weitere Objektive mitnehmen. Kurz, mein ganzes Büro + Arbeitsplatz ist dabei.

Das Bemerkenswerte daran ist die Kleinheit der Tasche: die Leute staunen immer, was ich alles aus der vergleichsweise kleinen Hadley raushole. Mindestens zwei Kollegen haben mittlerweile auch eine ...

Noch nicht erwähnt habe ich Smartphone-Ladegerät, Hausschlüssel, Pfefferminzbonbons, USB-Stick, Speicherkarten, ... — maßgebend war damals für mich — beim von Ihnen ja schön geschilderten "Fernstudium" — grob das Format DIN A4: ein kleiner Laptop sollte reinpassen, meine Reiseunterlagen, Kamera, Zubehör, Geld, ... — kurz, wenn ich unterwegs bin, muss ich immer nur auf eine Tasche richtig gut aufpassen (die Hadley Pro) und habe immer alles "am Mann", was wichtig und brauchbar ist. Arbeit (Computer, Kamera) und Vergnügen (Pfeife, Kaffee). Erwähnenswert ist hier vor allem die "Flexibiliät" besonders auch der beiden Vortaschen: wenn man den Druckknopf öffnet, nimmt das mögliche Stauvolumen nochmals deutlich zu. Nicht zu vergessen die — echte — Wasserdichtheit: das mitgeführte Regencape (so ein dünnes Billingding, aber besser als nichts) ist für mich, nicht für die Tasche.

Mein einziger Kritikpunkt: das hintere Reißverschlussfach nutze ich so gut wie nie; weil A4 da leider nicht reingeht."

Unser Kommentar, auch fast ganz ohne Ironie: Erstens scheren Briten sich nicht um das A4-Format. Zweitens paßt auch so genug in die Tasche, zumal das hintere Reißverschlußfach durchaus noch kleine, flache Dinge aufnehmen könnte. Und drittens: Na Mahlzeit, diese Packliste kontert ganz dreist unseren ständigen Rat an Kunden aus, die Billingham Taschen, zwecks Übersichtlichkeit, nicht zu arg vollzupacken. Das ist doch mal Hilfe und Trost für so manchen Unentschlossenen!

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